Eingeschneit auf der Autobahn

Ostermontag sind wir auf Abschiedsreise zu unseren Eltern gefahren. Erst waren wir bei Andreas Eltern. Der Abschied von ihnen und Bruder mit Familie viel schwer. Wir hoffen uns alle im November gesund wiedersehen zu können. Dann ging es ins verschneite Hinterland (Hessen) zu meinen Eltern. Wieder derselbe schwierige Abschied.

Gestern Abend fuhren wir dann noch zu einem Arzt in der Gegend meiner Eltern, den wir kennenlernen wollten. Meine Mutter hatte ihn, unter für sie unglücklichen Umständen, kennengelernt (sie mußte vor 2 Wochen am Wochenende zu ihm – er hatte Notdienst). Er ist mit eine Nicaraguanerin verheiratet und liebt das Land auch. Wir haben, soviel wir an einem Abend eben so schaffen konnten, mit den beiden ausgetauscht. Sie haben so viel Kenntnis von dem Land. Und sind selber sehr nett und unkompliziert. Bestimmt sehen wir uns in Managua einmal, wenn sie in Nicaragua zu Besuch sind. Ich finde es toll, dass Gott uns mit ihnen bekannt gemacht hat.

Trotz Warnhinweisen haben wir uns dann um 23 Uhr auf die Heimreise gemacht. Ich habe mich immer gefragt, wie es den Autofahrern geht, die eine Nacht eingeschneit auf der Autobahn verbringen müssen. Jetzt weiß ich es. Die letzte Nacht haben wir auf der A45 verbracht, zwischen hunderten von LKWs auf beiden Fahrseiten, die auf Grund der Glätte quer standen oder einfach stehen blieben, egal auf welcher Spur, und sich schlafen legten. Ein wenig Slalom um sie herum war zeitweise möglich, aber insgesamt standen wir 4 1/2 Stunden. Meine Mutter hatte mir einen Stapel alter Bettücher mitgegeben zum Abdecken unserer Möbel wenn wir verreisen. In die haben wir uns eingehüllt und versucht zu schlafen. Das ging nicht wirklich, da wir immer wieder den Motor anstellen mußten um ein wenig zu heizen. Um 6 Uhr morgens waren wir zu Hause.

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