Wir lernen hier auf der Missionskonferenz viel von anderen Missionaren und es ist gut so viele „auf einem Haufen“ zu haben. Es ist ein Volk für sich. Gott sei Dank hat sich in den letzten Jahrzehnten der typische „Missionars-Look“ weitestgehend erledigt. Man kleidet sich jetzt meistens so, wenn möglich, so wie die Menschen unter denen man sich gerade aufhält. Früher habe ich immer gedacht, wenn ich so als Missionar rumlaufen muss wie die, die ich kenne, dann will ich nie einer werden müssen. So ging es wohl auch vielen anderen, die ich gesprochen habe.
Die Menschen hier in Pensacola sind so nett zu uns. Zu nett, finden wir manchmal, dann wird es nämlich um so schwerer fallen hier wieder Abschied zu nehmen und nach Nicaragua auszureisen. Das Essen ist phänomenal. Der Nachtisch noch phänomenaler – das Beste (was Essen betrifft, denke ich irgendwie immer in Superlativen). Gestern haben wir uns die Teller mit Nachtisch vollgeladen und der Mann an unserem Tisch fragte, ob wir Sportler wären oder Jogger. Ich meinte: Ja, irgendwie (immerhin waren wir in den letzten 6 Tagen hier 2 Mal 20 Minuten Joggen!). Als ich nach Hause kam habe ich sofort, noch am späten Abend, meine Laufsachen angezogen und bin Laufen gegangen. Damit mein „Ja“ auch ein Ja ist 🙂 .
Unsere Gastgeber schreiben in ihrem Blog über uns – natürlich nur Nettes – was gäbe es sonst zu sagen über uns. Wir können natürlich alles lesen was sie schreiben, aber sie verstehen kein Deutsch und können nicht lesen was wir über sie schreiben. In ihrem Fall wäre es aber nicht schlimm. Aber wir sagen es ihnen persönlich was wir empfinden: Sie sind sehr sehr freundliche, hilfsbereite Menschen und so bemüht, dass es uns gut geht. Es macht Spaß ihre Missionserfahrungen aus Afrika zu hören und von ihren Einsichten und Fehlern, von denen sie auch erzählen, zu lernen.