Da wir die beiden Putzfrauen des Kinderheimes in Los Cedros entlassen mußten, halten wir zur Zeit Ausschau nach neuen. Heute hat sich eine Frau bei Andrea (unserer Britischen Missionarin) vorgestellt. Sie erwähnte nicht ihr Neugeborenes, aber Andrea sah es ihr an, dass ihr Kind gestillt werden musste und sagte: Sie haben ein Baby, stimmt das? Sie gab es zu und Andrea empfahl ihr nach Hause zu fahren um es zu stillen. Die Frau stand auf und sagte sie erledigt das. Als Andrea ein paar Mintuen später ins Babyhaus kam, sass die Frau dort und stillte unser jüngstes Baby „Juanita“, die etwa 2 Monate alt ist.
Andrea hat hier schon so allerhand erlebt, aber das war ganz neu für sie. Die Nicaraguanischen angestellten Kinderfrauen freuten sich alle und sagten wie gesund doch Muttermilch sei.
Juanita wurde vor ca. 3 Wochen mit ihrer ca. 2-jährigen Schwester von Nachbarn aufgefunden . Sie waren schwer ausgetrocknet, unterernährt und am ganzen Körper mit Ameisenbissen voll, die sich schon entzündet hatten. Sie lagen ein paar Tage auf der Intensivstation. Unser Kinderheim wurde angefragt, ob wir sie aufnehmen könnten. Sie sollten noch einige Tge lang Antibiotika nehmen. Die Antibiotikagabe hat Andrea dann täglich überwacht, aber immer wenn sie dachte, dass es klappt, liessen die Angestellten das Antibiotikum weg und sagen das bräuchte man ja nicht mehr ganz so regelmäßig geben.
Ständige, tägliche Erklärungen sind notwendig und die Arbeit erfordert von der jeweils diensthabenden Missionarin, die direkt im Babyhaus arbeitet, sehr viel Geduld, nicht nur mit den Babys…