Ich muss unbedingt meinen Kompost in Gang bekommen, wenn wir wieder in Managua sind. Irgendwie verottet der nicht, weil das Gras so trocken strohig ist (eine ganz andere Sorte als in Deutschland üblich) und die Gemüse- und Obstabfälle im Wesentlichen die Ameisen speist und sie gedeihen läßt. Da die Ameisen so angriffslustig sind, traue ich mich nicht in die Ecke.
Ich meine ich brauche Kompostwürmer. Nur woher sollen die kommen? Ich habe hier noch nie einen Wurm gesehen. Wenn etwas schwer zu kriegen ist, dann wünscht man sich das am Besten vom Eheparnter zum Geburtstag
. Also habe ich zu Andreas gemeint, er könnte mir ja zum Geburtstag Kompostwürmer schenken. Er hat ja noch was Zeit bis dahin…..
Als wir dann heute Nachmittag in einem Geschäft waren, versuchte ein Amerikaner etwas zu bestellen, aber sein Spanisch war so schlecht, dass er nicht verstanden wurde. Ich bot mich zum Übersetzen an. Nachher kamen wir mit ihn ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er auch ein Missionar in Managua ist. Er ist Landwirt und lehrt nicaraguanische Bauern eine nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Auf seiner Farm bei Manauga, züchtet er Kompostwürmer und verteilt sie an die Bauern. Wir werden ihn bald mal besuchen, sobald wir wieder in Managua sind. Auch im Kinderheim wollen wir kompostieren, da wir viel Land haben, welches wir irgendwann einmal bewirtschaften wollen.
Unsere Gastfamilie erzählte uns Abends sie hätten auch einmal Kompostwürmer gehabt, aber den Kompost müßte man wegen der Ameisen auf Stelzen anlegen. Die Ameisen würden die Würmer sonst auffressen. Das wird ja noch spannend..
Auch in kleinen Sachen – Kompostwörmer – sorgt Jesus für uns 🙂 … ask and it shall be given …
Lieben Gruss
Christel