Heute früh war Andreas im amerikanischen Gottesdienst, dann waren wir zusammen in einem nicaraguanischen Gottesdienst in unsere Wohngegend, der uns sehr gefallen hat. Der Pastor ist sehr freundlich, hat Humor, predigt anschaulich und ansprechend, die Größe der Gemeinde war überschaulich und alle waren sehr nett zu uns und zueinander. Der Lobpreis wird mangels Musiker mit einer Musik CD gemacht und alle singen kräftig mit. So war die Qualität der Musik super und auch die Lautstärke war angenehm.
Dann sind wir zu einem Jazz-Brunch vom Deutschen Club gegangen und haben es richtig genossen Deutsche kennenzulernen.
Nachdem man uns in der Deutschen Boschaft gesagt hatte, dass in Nicaragua recht wenige Deutsche leben, haben wir gedacht, dass wir Deutsche nicht einfach so „zufällig“ kennenlernen werden und auch mal was unternehmen müssen, wenn uns das wichtig ist. Wichtig war es uns am Anfang hier nicht, aber so langsam wäre es ja ganz nett, denken wir.
Eine Chilenin, die wir dort getroffen haben, die mit einem Deutschen verheiratet ist, hat auch in Aachen studiert und hat in Eschweiler an der VHS Spanisch unterrichtet. Unglaublich, die Welt ist klein.
Das deutsche Essen im Club haben wir ebenfalls sehr genossen. Wir wußten bis heute garnicht wie sehr wir es vermissten!
Und da der Tag noch ein paar Stunden hatte, sind wir mit Freunden in eine nicaraguanische Gemeinde in Los Cedros gegangen. Dort war die Musik so laut, dass ich befürchtete einen Hörschaden zu erleiden und mich in die letzte Reihe setzte. Hier liebt man Musik, je lauter desto besser. Die Obergrenze scheint mir manchmal nur die Kapazität der Musikanlage zu sein. Und die Boxen waren riesig!