Heute war wieder Zahltag, wie alle 2 Wochen. Die Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit notwendige Dinge anzusprechen und wir, um aus unserer Sicht Notwendiges anzusprechen. Wir haben den Zahltag in den letzten Wochen ein wenig optimiert. Die Gehaltzettel sind für die Mitarbeiter verständlicher, nur mit den Informationen, die sie auch wirklich interessieren (z.B. ob ihre Arbeit am Feiertag auch wirklich doppelt bezahlt wurde). Früher kam jeder Zweite zurück, weil er etwas nicht verstand (ist in Deutschland ja auch nicht anders). Die Auszahlungszeit haben wir gebündelt und Geschenke werden nur noch am Zahltag ausgegeben.
Davor war eine Besprechung der Missionare, danach eine Versammlung aller Angestellten. Ein voller Tag, aber auch schön wegen der vielen Interaktionen mit Menschen.
Das Thema über das Andreas und ich lehrten war Ehrlichkeit, wie Jesus sie gelehrt hat. Wir sollen unser „Ja“ ein „Ja“ und unser „Nein“ ein „Nein“ sein lassen. Auch in der Kindererziehung. „Tue was du sagst“ soll eines unserer Mottos sein. Die Kinder werden das erst einmal ziemlich doof finden, glaube ich, und es den Erzieherinnen nicht sehr leicht machen… „Wenn du das Obst noch einmal herumschmeißt, nehme ich es dir ab!“ Sie werden es nicht mögen, wenn die Erzieherinnen
das jetzt nicht nur mehr sagen, sondern auch noch machen. Ich bin mal gespannt, es ist ja nicht das erste Mal, dass man mit den Mitarbeiterinnen darüber spricht. Die Erziehung ist hier anders…
Als wir mit der Versammlung Nachmittags fertig waren, fing es an in Strömen zu regnen. In nur wenigen Minuten war der Weg über die Wiese zu unserem Auto zu einem Fußbad geworden. Schade um die Lederschuhe. Ich habe mich früher immer gefragt, warum viele Leute hier bei Regenwetter immer nur Flip-Flops tragen. Jetzt weiß ich es. Oder Gummistiefel, die habe ich immer dabei, aber die waren leider im Auto.
Einige unserer Teenager nutzten die Gelegenheit zum „Bad in der Wiese“ (Filmclip hier). Warm genug ist es hier ja immer. Zumindest für die meisten Menschen. Heute Morgen hatte es sich draußen auf ca. 23 Grad Celcius abgekühlt, wie oft in der Regenzeit. Andreas machte Durchzug und ich habe völlig entsetzt einen Morgenmantel rausgekramt, den mir gerade jemand geschenkt hatte, da mir kalt wurde.