Die Nicaraguaner sagen uns, die schönste Zeit des Jahres hat hier gerade begonnen. Die Regenzeit wird innerhalb der nächsten 2 Monaten abklingen (sie ist ja jetzt auch schon 6 Monate in Gange) und die Temperatur ist niedriger als sonst. Temperaturen wie für mich geschaffen. Gestern Abend zog ich einen langen Schlafanzug an und bedeckte mich mit eine dünnen Decke. Wir haben jetzt endlich ein Thermometer. Es zeigte 27 Grad an. Andreas legte sich unbedeckt schlafen. Aber im Laufe der Nacht wurde es immer kühler, dass er auch ein wenigstens ein Laken brauchte. Die Temperatur fiel auf 25° C ab!
Die lange Regenzeit läßt vieles schimmeln oder Stockflecken bekommen, wie ich schon berichtete… Aber obwohl ich eine Schimmelpilzallergie und sonst viele Allerigen habe, habe ich hier so gut wie keine asthmatischen Beschwerden gehabt. In unserem letzten Missionarstreffen unterhielten wir uns darüber und Christina meinte es läge daran, dass der Schimmel hier „einfach frischer“ ist. Das fanden alle lustig.
Was die einzelnen dann beríchteten, wem es wo besser oder schlechter geht war interessant. Manche haben hier viel mehr Allergien, manche haben einen ständigen Juckreiz am ganzen Körper, während andere von der feuchten Luft profitieren. Wenn sie nach Hause fliegen bekommen sie Nasenbluten, weil ihre Schleimhäute die trockene Luft nicht mehr vertragen.
Wir brauchen gar keine Körperlotion mehr. Die Luft is so feucht, dass wir trockene Haut und Ekzeme gar nicht mehr kennen. Anders bei manchen Kindern im Kinderheim, die vom vielen Schwitzen und von der Sonne Ekzeme kriegen.
Wir jucken uns allerdings auch oft – wegen der Insektenstiche.
Und ein Kälteasthma, das ich immer bei Sport unter 20° bekam, habe ich auch nicht mehr. Meistens will man bei über 20° sowieso kein Sport machen…
Wie auch immer, das momentane Klima tut uns gut.