Auf diesen Tag hin haben wir lange gefiebert. Gabriels Operation. Immer mehr Komplikationen und Missbildungen wurden kurz vor der OP hier in dem Krankenhaus in North Carolina an seinem Herz gefunden. Aber wir danken Gott, dass Dr. Koutlas bereit war ihn trotzdem zu operieren. Er klärte uns heute Morgen noch einmal über das hohe Risiko der Operation auf, aber auch darüber, dass Gabriel ohne Operation nicht mehr lange zu leben hat.
Fünf Stunden war Gabriel im OP-Saal und als er rauskam war er rosiger als wir ihn je gesehen haben, mit einer Sauerstoffsättigung von 100%. Es ist alles glatt gelaufen. So wie man sich das wünscht, sagte Dr. Koutlas. Das haben wir in den letzten Tagen oft gehört. Gabriel hat alles so gut mit sich machen lassen und schien so vergnügt.
Die letzte Nacht habe ich bei ihm im Krankenhaus verbracht und da er nicht schlafen konnte, hat er seinen ganzen aktiven Wortschatz ausprobiert. Er hat ab Mitternacht 3 Studen lang vor sich hingeredet. Wenn ich dann mal durch die Gittestäbe in sein Bett schaute, lachte er mich kurz an und sagte „hallo!“, dann quasselte er weiter. Wir führen diesen ungewöhnlichen Frieden auf die vielen Gebete zurück, die für ihn gebetet wurden.
Ich bin so unendlich dankbar, dass wir ihn in einem so guten, modernen, amerikanischen Krankenhaus operieren lassen konnten. Was für ein Unterschied zu dem, was wir in den letzten Monaten erlebt haben.