Weihnachtsgeschenke

Heute habe ich im Kinderheim mit einer Freundin aus Deutschland auf ein paar weihnachtlich dekorierten Tischen Gegenstände ausgelegt, die uns gespendet wurden, um es Nicaraguanern, die es gebrauchen können, zu geben.

WeihnachtsbescherungUnsere zwanzig angestellten Mitarbeiter erhalten zwar ein Gehalt, welches etwas über dem üblichen Lohn und Mindestlohn liegt, aber von dem man mit einer großen Familie schwer leben kann. Reis und Bohnen, Bohnen und Reis, gebratene Bohnen und Reis, Bohnenpüree und Reis, so sieht der Speiseplan meistens aus, abgesehen von dem Mahlzeiten, die sie bei uns während der Arbeitszeiten erhalten.

Alle unsere nicaraguanischen Mitarbeiter hier stammen aus Los Cedros, dem Dorf bei Managua, in dem das Kinderheim liegt. Die Arbeitslosenquote ist hier sehr hoch. Ich frage mich wovon die Menschen leben, wenn schon die Leute, die Arbeit haben – wie bei uns – nur kaum über die Runden kommen.

Sorgfältig haben sie ausgesucht. Wir haben dann nachher große Schüsseln gepackt, in die wir nicht nur die ausgewählten Sachen getan haben, sondern auch noch weitere Verbrauchsartikel, die sie ganz sicher dringend brauchen, sowie einige gekaufte Nahrungsmittel. In wenigen Tagen ist dann die Feier, bei der die Körbe und das Weihnachtsgeld ausgezahlt werden.

Es ist schon etwas anderes Geschenke für Menschen einzupacken, die sie dringend brauchen, als für Menschen etwas auszusuchen, die garnichts brauchen und mit dem Geschenkten dann eventuell nicht mehr wissen wohin.

Ich mache mir viele Gedanken, über das Thema Armut. Wer ist arm, was ist die Ursache, was kann man nachhaltig dagegen tun? Auch jeden Fall ist es für unsere Angestellten ein Segen Arbeit zu haben und wir verstehen unseren Einsatz hier nicht nur als Dienst an den Kindern, sondern auch an den Mitarbeitern und ihren Familien. 

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