O.K. Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf. Wie oft habe ich das in den letzten Tagen gesagt. Aber meinem unsichtbarer Gegner ist das egal und er lässt nicht nach. Hitze. Unerbittlich steigt die Temperatur draußen und in unserem Haus und lässt Nachts kaum nach. Da es Regenzeit ist und nicht regnet, kühlt es nicht ab. Und da in den meisten Wohngegenden keine alten, großen Bäume mehr stehen, weil man hier meistens alles abholzt wenn man Gebäude bauen will, kann die Hitze voll durchschlagen.
Ich weiß im eigenen Haus nicht mehr wohin. Dazu kommt das ich ständig hinter einem Zweijährigen her laufe, dem es recht ist, wenn ich aufgebe. Sein Lieblingsspiel ist von Papi oder Mami etwas ergattern irgendwas was sie brauchen. Zum Beispiel wenn sie in der Dusche sind mit dem Handtuch abzuhauen. Oder wenn sie telefonieren wollen mit dem Telefon. Oder unter dem Vorwand beim Tischdecken zu helfen mit dem Käse abzuhauen. Gabriels Haut, die auf seinen Schweiß reagiert sieht furchtbar aus. Also haben wir unser Klimagerät in sein Zimmerchen gestellt. Oft sitzen wir dort bei ihm oder liegen auf dem Boden.
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Allen geht es hier so. Alle schwitzen und stöhnen und viele Kinder haben Hautausschläge.