Ich habe fürchterlichen Muskelkater. Gestern Morgen habe ich mir überlegt, dass wir wieder regelmäßiger Sport machen müssen. Wir wollten Joggen gehen, aber es war uns mit dem Schneeregen zu kalt.
Ein ähnliches Problem, wenn auch anders gelagert, besteht in Nicaragua. Draußen Joggen ist so eine Sache. Es geht nur Morgens, wenn es noch nicht so heiß ist. Und wo? Man könnte entlang der Straßen joggen, aber bei den Straßenverhältnissen (z.B. keine Bürgersteige) und den vielen Arbeitern, die zur Arbeit unterwegs sind nicht wirklich ein Vergnügen.
Und nach Einbruch der Dunkelheit sollte man auf keinen Fall mehr rausgehen. Es ist zu gefährlich.
Viele Westler oder Nicaraguaner, die es sich leisten können, gehen deshalb in einen Fitness-Club. Aber der kostet wieder und die möglichen Kommentare derjenigen, die einen Fitness-Club für Missionare als zu viel Luxus empfinden, würden mich belasten. Das sind aber immer Leute, die selber noch nie in einem armen Land gelebt haben. Wie sollen die das dann wirklich beurteilen, was man dort braucht oder was man nicht braucht.
Naja, zurück zum Sport. Den brauchen wir auf Dauer so oder so. Also habe ich mir gestern Morgen eine billige Variante zum Sportstudio ausgedacht: In der Wohnung auf der Stelle laufen. Damit es nicht so langweilig ist, haben wir südamerikanische Lobpreismusik angemacht. Daraus wurde dann ein Viertelstündiges Sambatanzen, was natürlich viiiiieel mehr Spaߠmacht. Besonders zu dem Lied von Marcus Witt: „Hei, hei, vengan todos. Es el tiempo para alabar a Dios!“ Das heißt: „Hey, hey, kommt alle! Es ist Zeit Gott anzubeten!“
Aber meine Wadenmuskulatur ist jetzt am Ende. Aaauuuaaa.
Jetzt frage ich mich, was man zum Herz-Kreislauf-Training in einer kleinen Wohnung denn noch so machen könnte, ohne dass es so einseitig die Wadenmuskulatur belastet??
Hallo, Marion, wo habt Ihr Euren Crosstrainer gelassen, habt Ihr ihn mit dem Haus mit vermietet? Der wäre doch das richtige Instrument für das Kreislauf-Training.
Liebe Grüße, Karl Heinz