Täglich 4 ganze Stunden Non-Stop Einzelunterricht in Spanisch ist herausfordernd, aber effektiv. Nachmittags haben wir entweder frei um Hausaufgaben zu machen oder einen Ausflug, der uns die nicaraguanische Kultur und das Land näher bringen soll. Gestern waren wir in einem Naturreservat und sind auf einen 1080 m hohen Berg gestiegen. Es war wunderschön und Artenreich. Leider ist es überall dort in Nicaragua, wo die Natur nicht geschützt ist und Menschen leben, sehr verschmutz, das Wasser verseucht und der Urwald bzw. die Vegetation brandgerodet. Wie schön, dass es aber diese Naturreservate gibt.
Unsere Gastfamilie besteht aus einer Hausmama und ihren 4 Kindern, einigen Schwiegerkindern und 2 kleinen Enkelinnen. Wir haben immer noch nicht ganz herausgefunden wer hier alles dauerhat lebt und wer zu wem gehört. Außerdem kommen sie morgens immer irgendwie aus einem anderen Zimmer. Verwirrend. Immer wenn ich dachte, ich wüßte jetzt, wer der Vater der kleinen Mädchen ist, hat sich herausgestellt, dass ich irrte. Ich glaube jetzt, dass es der ist, der am wenigsten hier ist, ein Arzt und dass sich immer gerade der Onkel der zu Hause ist um die Kinder kümmert.
Da es nur einen Tisch im Haus gibt und der meistens mit Essen belegt ist und wir im Bett schlecht lernen und schreiben können, gehen wir Nachmittags manchmal in ein Café und machen dort unsere Aufgaben. Bei Kaffee und Kuchen – sehr deutsch…
Der ständige Lärm der Straßen, Autos, Hühner, Hunde, Musik, viele Fernsehgeräte, spielende Kinder, jollende Männer und was sonst noch alles, macht uns erstaunlich wenig aus. Wir schlafen Abends immer erschöpft ein.