Inzwischen haben wir seit 48 Stunden kein fließendes Wasser mehr.
Andreas musste heute ins Kinderheim um dort die Übergabe von gespendeten, medizinischen ophtalmologischen Geräten an Vertreter des Gesundheitsministeriums durchzuführen und zu dokumentieren. Er hat dann dort geduscht.
Ich mußte zu Hause bleiben, weil bei dem Versuch den tropfenden Wasserhahn im Bad zu reparieren der Handwerker versehentlich die Wand zum Wohnzimmer durchgebrochen hat. Die sollte dann heute neu verputzt und gestrichen werden. Zusätzlich zu dem schon gestern beschriebenen Herausforderungen ohne Wasser kam also noch das Verputzen der Wand..
Ich bat Andrea, die mit Pedro heute Morgen sowieso ins Krankenhaus in Managua fahren musste, mir Wasser vorbeizubringen. Die zwei Eimer waren so hilfreich. Geschirrspülen, „Duschen“ und mit dem gebrauchten Wasser dann Toilette spülen.
Ich habe alle Eimer und Wannen, die ich besitze in den Garten gestellt, aber leider hat es trotz Regenzeit nicht mehr als ein paar Tropfen geregnet.
Die Wasserwerk-Hotline sagte mir zwar, dass das Wasser heute Nacht wieder angestellt wird, aber man weiß es nie so richtig. Als ich die Telefonnummer der Hotline suchte, habe ich die letzte Wasserrechnung rausgekramt. Darauf stand groß: „Ohne Wasser gibt es kein Leben.“ Ja, ich welke so langsam…