Unsere Straße wird gerade „geflickt“. Einige Schlaglöcher waren so tief, dass wir beim Einbiegen in die Straße immer Slalom fahren mussten. Da die Straßenarbeiter nicht so viele Hüttchen und Absperrmaterial haben, haben sie einfach einen dicken Baum umgelegt, zerteilt und um die Stellen verteilt. Bäume wachsen ja nach…
Wie die Zitrusbäumchen der christlichen Grundschule in Los Cedros. Dort waren wir gestern und der Direktor, ein Chilene, hat uns das Gelände gezeigt. Ich bewunderte die ca. 1m hohen Zitronen- und Orangenbäumchen. Ja, die wären nachgewachsen, sagte er.
Er erzählte uns, wie er letztes Jahr die Gärtner fragte, was sie mit dem Asthaufen machen wollten, der sich im Schulgarten stappelte. Verbrennen. Ja, dann sollen sie das mal mache, ehe der Haufen noch größer wird. Als er am nächsten Tag auf dem Weg nach Los Cedros war, sah er schon aus ca. 5 Kilometer Entfernung eine riesige Rauchwolke vom Schulgelände aufsteigen. Er raste hin und fand die ganze Zitrusplantage brennend vor. Die Bäume waren schon 2m hoch gewachsen.
Völlig entsetzt fragte er, was sie machen?? Ihr solltet doch nur die Äste verbrennen, nicht gleich die ganze Schule!! Ja, meinten sie, aber leider haben die Bäume Feuer gefangen. Aber das wäre nicht so schlimm. Die wachsen doch nach.
Hier hat man eben eine etwas andere Einstellung zu Bäumen und zu geleisteter Gartenarbeit.