Archiv des Autors: Andreas

Buschfeuer

Buschfeuer
Ich zeigte heute Marion dieses Bild und sagte ihr, das sei das Buschfeuer. Sie fragte ob es das in Australien sei. Nein, das ist das auf dem Grundstück, welches zum Kinderheim gehört in Los Cedros. Das erste Feuer auf unserem Grundstück seit Beginn der Trockenzeit. Es ist gefährlich nah an unser Warenlager gekommen. Möge es das einzige der Saison bleiben.

Pickup-Truck im Einsatz

Heute sind wir zu der 30 km entfernten „Möbelstraße“ gefahren, wo duzende Handwerksbetriebe entlang einer Landstraße die unterschiedlichsten Möbel anbieten. Nachdem wir ca. 15 kleine Läden durchstöbert hatten, haben wir schließlich eine sehr günstige nette Sitzgarnitur fürs Wohnzimmer gefunden. Ich war besonders begeistert nun zum ersten mal die Ladefläche unseres Pickup-Trucks einweihen zu können. So konnten wir einen Dreisitzer, zwei Sessel und einen Couchtisch gut verschnürt direkt mitnehmen 🙂 . 

Heute war „Trecker-Tag“

Auf dem großen Gelände des Kinderheimes in Los Cedros gibt es ein alten Traktor, der zum ziehen und transportieren großer und schwerer Gegenstände verwendet wird. Keiner der derzeitigen Mitarbeiter dort kennt sich jedoch mit Treckern aus, so dass ich davon ausgehe, dass man mich (Andreas) diesbezüglich ansprechen wird, sobald ich dort arbeite. DummerAndreas auf Treckerweise habe ich bis heute auch noch nie auf einem Traktor gesessen, geschweige denn mich mit der Technik auseinandergesetzt. Das sollte sich heute ändern. Der Arbeitskollege eines Freundes bot mir an, bei ihm einige Traktorstunden zu nehmen, was ich heute einlöste. Ich lernte, dass man den Traktor nicht mit dem Zündschloss, sondern mit dem Start-Schalter startet, ihn mit einem Luftschieber wieder stoppt, wie man das Differenzial einschaltet und wie man das Getriebe zwischen Langsam- und Schnell-Modus umschaltet. Ich spielte mit dem Frontlader rum und lernte die unterschiedlichen Hydraulikkreisläufe kennen. Super! Das hat wirklich viel Spaß gemacht. Danke Robert!

Link zum „Trecker-Film“: Hier

Letzte Bandprobe

Heute war ich zum letzten Mal bei der Bandprobe, zu der ich seit 19 Jahren gehörte und die ich 11 Jahre lang geleitet habe. Es war ein tolle Zeit zusammen. Nun kommt doch Wehmut auf; es gibt so viele „letzte Treffen“ zurzeit. Zugleich empfinde ich tiefe Dankbarkeit für die gemeinsam erlebte Zeit und für die treuen Freunde, mit denen ich zum Teil über ein Jahrzehnt zusammen zu Gottes Ehre Musik gemacht habe.

Estoy aprendiendo Español cada día.

Während Marion vormittags bei einem kölner Kinderarzt hospitiert, lerne ich parallel dazu in einem nahgelegenen Café Spanisch – bis der Kopf raucht. Es gibt so viele Zeiten im Spanischen, mehr als im Deutschen. Zurzeit wird an jedem Tag meines Spanisch-Kurses eine neue Zeit vorgestellt. Neben dem Perfekt und dem Imperfekt gibt es noch den sogenannten „Indefinido“. Wird eine Meinung, eine Möglichkeit oder eine Notwendigkeit ausgedrückt, dann muss man den „Subjuntivo“ verwenden. Je nachdem, wie sicher eine Handlung in der Zukunft ausgeführt wird, gibt es zwei unterschiedliche Zeitformen des Futurs. –
Und jedes Mal neue Endungen lernen inklusive der Ausnahmen der vielen unregelmäßigen Verben.

Genug gejammert. Bei all dem macht das Spanisch lernen viel Spaß.

Im Galopp über das erste Hindernis

Meine fünfte Reitstunde endete mit einer Folge von intensiven Adrenalinschüben. Nach dem üblichen Einreiten mit Schritt und Trab folgte die Wiederholung des Galoppierens im leichten Sitz. Zu meiner Überraschung bemerkte ich, wie mein Reitlehrer auf der anderen Seite der Halle ein Hindernis aufbaute. Von mir nachgefragt antwortete mein Lehrer: In Nicaragua werden auch Baumstämme und andere Hindernisse zu erwarten sein, darum sei heute leichtes Springen angesagt.

Mein Herz rutschte in die Hose, aber ich folgte meiner Entscheidung mich jeder nicht unvernünftigen Herausforderung zu stellen. Bei den ersten Sprüngen landete ich mehr schlecht als recht. Ich war dankbar, dass ich überhaupt auf dem Pferd blieb. Meine Beine zitterten. Danach klappte es aber noch zweimal recht gut und ich konnte ungebremst weiter galoppieren. Dummerweise legte ich mich dann doch in einer der nächsten Kurven auf die Nase, oder besser auf meinen Hintern. Bei all dem gab mir mein frisch bei Ebay ersteigerter Reithelm doch ein subjektives Gefühl von mehr Sicherheit.

Was ich lernte: In Stresssituationen (um nicht zu sagen Panik-Situationen 🙂 ) sich entscheiden einen klaren Kopf zu haben und gelernte Aktionen, entgegen des natürlichen Reflexes, durchzuführen (z. B. das Pferd kurz vor dem Hindernis noch einmal anzutreiben).

Erste Reitstunde …

Heute hatte ich meine erste Reitstunde: Ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Natürlich war das ganze „Programm“ dabei: Das Pferd erst einmal striegeln, Anlegen des Halfters, der Trense und der Manschetten. Meine Lehrerin war die vierzehn jährige Tochter des Reitstallbesitzers, die eine ganz klasse Einführung gab. Statt der geplanten 20 Minuten an der Longe (Seil), konnte ich zum Schluss das Pfert „ungebunden“ im Schritt und Trab reiten.