Cholesterin und andere Ähnlichkeiten

So, wir sind geimpft – zumindest gegen ein paar Krankheiten.

Der Optiker hat dann noch einmal unsere Sehschärfen bestimmt. Wir haben nach der Laser-OP beide noch eine Hornhautverkrümmung. Ungewöhnlich finden alle, dass es bei uns beiden so ist.

Ungewöhnlich waren dann noch die Ergebenisse unsere Blutwerte. Bis auf die typischen Unterschiede bei Mann und Frau waren einige Werte so ähnlich und grenzwertig, dass es auch den Arzt etwas verwunderte. Cholesterin bei beiden ehöht, aber der HDL/LDL-Quotient bei beiden super gut. Das liegt meist nicht an der Ernährung, sondern ist familiär bedingt.
Na ja, mich verwunderts ja nicht so – in einer Ehe wird man sich immer ähnlicher. Die Ausdruckweise, die Gestik, die Vorlieben, die Abneigungen, die Sehschärfe, die Blutwerte….

Während Andreas im Keller dann eine neue Zarge einbaute, habe ich mich noch eine Weile mit dem Finanzamt herumgeschlagen. Ich bin so froh, wenn wir unsere Abschlußbilanz endlich erstellt haben.

Vorsorge, Impfungen und Film

Wir waren heute beim Arzt zur letzten Vorsorgeuntersuchung. Leider übernimmt die Kasse kaum noch Leistungen. Ein großes Blutbild, Sonographie und EKG müssen selbst bezahlt werden. Auf meine Frage, ob die Kasse ein kleines Blutbild zahlen würden, wenn ich angebe, dass ich oft müde bin, erfuhr ich: „Ja, sagen Sie dem Doktor einfach, dass sie oft müde sind“.
Natürlich mache ich das nicht und zahle den Betrag selber, meine ständige Müdigkeit ist seit etwa einem halben Jahr weg. Dafür bin ich ja dankbar.

Die Kosten für die notwendigen Impfungen werden wohl so 250 Euro betragen. Vielleicht übernimmt die Kasse was davon? Wir werden es einreichen und sehen.
Ich frage mich, wie Missionarsfamilien mit Kindern die Impfkosten bezahlen…??
Wenn alle Impfstoffe da sind, wird nächste Woche geimpft. Für Gelbfieber ist es zu spät.

Der Film für den Aussendungsgottesdienst jetzt am Sonntag nimmt Gestalt an. Das Bildmaterial aufarbeiten und sinnvolle Texte dazu zu sprechen ist zeitraubend, aber hat uns auch wieder etwas Vorfreude auf die Arbeit in Nicaragua beschert. Wir versinken sonst so in „Abschlußarbeiten“ hier in Deutschland und müssen uns immer mal wieder mit der konkreten Aufgabe vor uns beschäftigen.

Neues Rezept und neue Infokarte

Ich habe heute ein neues Rezept erfunden, als Ersatz für Kartoffelpüree, den wir so lieben. Bei Managua wachsen wegen dem Tropenklima keine Kartoffel und die herbeigeschafften sind recht teuer. Und so habe ich kleine rote Linsen weichgekocht – das geht ja in wenigen Minuten –  sie püriert und mit Sahne und Salz abgeschmeckt. Lecker. Selbst die Farbe ist angenehm, gelblich.

Mit viel Mühe und mit Saschas Hilfe hat Andreas heute endlich unsere Infokarte fertig gestellt. Das liegt schon lange auf unserem To-Do-Stapel. Immer wieder haben Leute gefragt, ob wir denn keine Infos in Papierform haben, da sie keinen Internetzugang haben. Es geht in kleinen Schritten voran.

Versichert!!

Juhuuuu! Wir haben nun endlich eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, die für Nicaragua gilt.

Nur die Klausel, dass alle Belege innerhalb von 4 Wochen im Original eingereicht werden müssen, bereitet uns etwas Kopfzerbrechen. In Nicaragua gibt es kein zuverlässig funktionierendes Postsystem. Dokumente könnte man mit Fed-Ex oder UPS versenden, aber das kostet mehr als ein Arztbesuch. Na ja, irgendeinen Kompromiss werden wir mit der Krankenversicherung finden müssen.

Oder mit Gott, dass wir einfach nie krank werden -:)

Ich wiege unsere Sachen….

Heute haben wir uns nun endlich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, ob und wie wir einige persönlichen Gegenstände des täglichen Bedarfs möglichst kostengünstig nach Nicaragua bekommen. Ein Budget dafür haben wir eigentlich nicht so eingeplant. Aber bei dem Gedanken alles neu besorgen zu müssen, was wir hier so alles noch haben, führte dann doch zu unseren heutigen Preisrecherchen. Nach Pensacola würden wir die Sachen zu 3,50 Euro pro Kilo bekommen. Von dort aus könnten Missionare, die nach Nicaragua reisen uns nach und nach was davon mitbringen. Das würde uns die horrenden Zollgebühren sparen, die die Nicaraguaner auf Umzugkisten „verhängen“.

Und jetzt wiege ich hier unsere Bücher und Kleider ab und überlege ob es dieses oder jenes medizinische Buch (das schon durchschnittlich 1 Kg wiegt) wert ist noch einmal 3,50 Euro dafür zu zahlen? Und ein Stapel von 10 älteren T-Shirts? (Der Kleidungsverschleiß ist in den Tropen viel höher als hier. Hitze, Sonne, Feuchtigkeit, Schweiß, kalt waschende Waschmaschinen, rote Erde, Schlamm, Schimmel… Wir sollten vielleicht alles mitnehmen, was wir an Sommerkleidung haben??) Aaaaaahhhh!! Ich weiß es nicht.

Ich bete, dass Gott uns das Richtige einpacken läßt.

Lernen, lernen, lernen….

Der Stapel der Bücher, die ich noch lesen oder aus denen ich lernen möchte stapelt sich hier. Was ich hier nicht schaffe, werde ich in Nicaragua erst einmal auf Eis legen müssen, da Einleben in Nicaragua dann auf dem Programm steht. Kinderheilkunde, Erste Hilfe unterwegs, Wo es keinen Doktor gibt, Natürliche Tropenmedizin, Ernährungsmedizin, Kleinkinderpflege, Christliche Erziehung, Missiologie,  Entwicklungshilfe in Nicaragua, Nicaraguaführer, Nicaraguanisches Kochen, Gifttiere in Mittelamerika, Spanisch für Mediziner, usw…

Heute habe ich kaum etwas davon „studieren“ können, da noch immer die Steuererklärung 2007 auf meinem Programm steht.

Aber wenigstens habe ich etwas aus der Bibel gelernt: Ich habe den Missonsbefehl aus Matthäus 28 auf Spanisch auswendig gelernt. Wenn Andreas predigt, möchte ich ihn flüssig übersetzen können und so habe ich mir das ehrgeizige Ziel gesetzt alle Bibelverse, die er auf Deutsch auswendig kann, auf Spanisch zu können. Na ja, auch wenn ich es nicht schaffe, ein paar kann ich schon.

Kompasstraining

Mit dem tollen neuen Kompass, den wir von Freunden geschenkt bekommen haben und einem echten Royal Ranger Ausbilder waren wir heute zum Training im Hürtgenwald. Ein „Crashkurs“ in Survival Training und im Gebrauch eines Kompasses soll uns auf Nicaragua vorbereiten. Mit Landkarten und Kompass werden wir uns dort wohl zurecht finden müssen, da es dort keine Navigationsgeräte für Autos gibt.

Gott hat sich nicht an den düsteren Wetterbericht gehalten und wir hatten nach einem noch wolkigen und kühlen Morgen einen warmen, sonnigen Tag.  Mit einem Kompass umgehen ist ein wenig komplizierter als ich dachte, aber jetzt kann ich die absoluten Basics – hoffe ich. Es hat echt Spaß gemacht, auch querfeldein zu wandern und den deutschen Wald noch einmal geniessen zu können. Und dazwischen gab es viele nützliche Tipps, die uns vielleicht mal zum Überleben hilfreich sein werden.

Bei den Ausführungen über Unterkühlungen und Schützen vor Kälte mußte ich immer denken: Na wenigstens ein Problem was wir in Nicaragua nicht haben werden….  Dafür dann Hitzeschläge, Tropenstürme, Überschwemmungen, Hurrikans, Erdbeben, Malaria, Durchfälle, Flöhe, Läuse und giftige Schlangen und Spinnen. 

Erste Reitstunde …

Heute hatte ich meine erste Reitstunde: Ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Natürlich war das ganze „Programm“ dabei: Das Pferd erst einmal striegeln, Anlegen des Halfters, der Trense und der Manschetten. Meine Lehrerin war die vierzehn jährige Tochter des Reitstallbesitzers, die eine ganz klasse Einführung gab. Statt der geplanten 20 Minuten an der Longe (Seil), konnte ich zum Schluss das Pfert „ungebunden“ im Schritt und Trab reiten.