Rottweiler

Andreas wurde gebeten an diesem Wochenende den Lobpreis in einem Jugendgottesdienst auf Spanisch zu leiten. Letzte Woche hatte er die musikalische Einlage in einem Schulgottesdienst in der Amerikanischen Schule auf Englisch geleitet, aber Spanisch ist definitiv näher an dem was wir auf Dauer hier machen wollen. Jedenfalls waren wir heute auf dem Gelände wo der Gottesdienst stattfinden soll um die technischen Gegebenheiten dort zu sehen.

Wir hatten uns die Adresse ausgedruckt, die uns der Jugendleiter gemailt hatte. Und da es hier ja keine Straßennamen oder Hausnummern gibt, war das folgende Adresse: 

Auf der alten Straße nach Leon, Höhe Kilometer 13, rechts abbiegen, 1 Mile fahren, nach dem Fußballfeld rechts das weiße Tor, das Tor aufmachen, schnell wieder ins Auto steigen weil wir Rottweiler haben, dann auf mich warten. 

Wir haben das dann so gelöst: Vor dem Tor gehupt, das Tor einen Mini-Spalt geöffnet und auf den Gastgeber gewartet. Ja, sie hatten einige Rottweiler. Wer hier keinen Wächter hat, hat eben so was. 

Im Süden des Landes

Heute waren wir in einer entlegenen Gegend im Süden des Landes, in einer von Eingeborenen selbstverwalteten Region und haben dort mit einer lokalen Gemeinde einen medizinischen Einsatz vorbereitet, den wir im Oktober machen werden. Es war so gut wie gründlich der Leiter der Organisation, der ein Costa Ricaner ist, den Einsatz vorbereitete. Wir werden mit 2 Ärzten kommen und ich werde mit einer Kollegin beim Ausgeben der verschriebenen Medikamente helfen. Alles andere werden die Gemeindemitglieder machen. Wir haben lange gegenseitig unsere Namen geübt, damit wir an dem Tag als ein großes Team zusammenarbeiten können.

Der Pastor der kleinen Gemeinde hat fünf Kinder, von denen wir seine drei Töchter kennengelernt haben. Vergrößerung: CommedorSie standen an der Straße und verkauften, wie jeden Nachmittag nach der Schule, kleine offene Plastikbecherchen mit selbstgekochtem süßem Milchreis für umgerechnet 10 Cent. Damit verbessern sie das Familieneinkommen ein wenig.

Unterwegs aßen wir in einem „Comedor“, einer Art öffentlicher Kantine, in denen Nicaraguaner sehr häufig essen. Es wurde im selben Raum gegessen wo auch auf „Energiesparöfen“ die mit wenig Holz auskommen, gekocht wurde. Das Essen war echt lecker.

Carlito

Nachdem wir vor 2 Wochen darüber gesprochen hatten, dass die Kinderfrauen unter dem Motto „Tue was du sagst“ erziehen sollen, hat sich ein bisschen was geändert. Ich hatte ihnen gesagt, dass wenn sie beginnen konsequenter zu werden es einen „Kleinkinderaufstand“ geben könnte, da die Kinder das „seltsame“ Verhalten der Erwachsenen nicht umbedingt kampflos hinnehmen werden.

Vergrößerung: BabyfütterungEs hielt sich in Grenzen, aber manchmal musste ich doch ein wenig schmunzeln. Ich weiß nicht, wie oft ich den kleinen 3-jährigen Carlito (Name geändert) draußen vor dem Speisesaal auf einem Stuhl sitzen fand, schreiend nach Tia Leslia (Tia = Tante). Die hatten ihn wegen schlechtem Benehmen (das kann man aber echt so nennen) rausgesetzt und gesagt, wenn er aufhört zu Schreien, kann er wieder reinkommen. Er schrie minutenlang „Tia Leslia, hol mich hier weg!“.  

Eines Tages schrie er: „Ich sag es der Tia Lianne, dass Du mich hier hingesetzt hast!“ Lianne ist die Direktorin des Kleinkinderhauses und propagiert schon lange, dass Konsequenzen für sehr schlechtes Benehmen wichtig sind.

Inzwischen sitzt er meistens mit den anderen Kindern friedlich am Tisch und isst.

Süß ist auch, dass er vor ein paar Wochen entdeckt hat, was verheiratet heißt (zumindest hat er den Teil begriffen, dass Andreas und ich zusammengehören und uns auch schon mal einen Kuss geben). Er ruft jetzt immer wenn er mich sieht: Wo ist dein Ehemann? Und er wartet dann etwas verlegen, aber verschmitzt auf meine Antwort. Und jedesmal wenn er Andreas sieht, erklärt er ihm, dass er wüsste, Marion wäre seine Ehefrau, auch wieder ganz verschmitzt. 

So fiel mir dann auf, dass wir das einzige Ehepaar sind, was gemeinsam im Kinderheim arbeitet.

Wasser und Strom

Gerade wollte ich von unseren ständigen, tagelang dauernden Wasserausfällen schreiben.  Aber gerade ist der Strom jetzt schon zum fünften Mal ausgefallen, das ist nicht weiß, was mich mehr stört. Da der Sonnenuntergang jeden Tag um 17:30 ist und es um 18 Uhr dunkel ist, ist es besonders abends nicht so angenehm ohne Strom.

Aber ohne Leitungswasser ist es schlimmer. Es wird auch nie vorgewarnt oder begründet warum wir nun kein Wasser haben. Wenn ich beim Wasserwerk anrufe, sagen sie, sie arbeiten dran. Und gestern sagten sie mir, ich solle beim Stromversorger anrufen, der sei Schuld. Aber der Mann dort sagte mir, mit Wasser hätten sie ja nichts zu tun, ich solle beim Wasserwerk anrufen. Ich ließ mich nicht abwimmeln und bekam dann die Antwort: Wir arbeite dran. Ja, das hätte ich mir eigentlich denken können.

Der Wasserdruck in den letzten Wochen war entweder zu stark oder kaum oder nicht vorhanden. Den starken Druck halten manche Wasserhähne nicht aus und tropfen.

Als wir das letzte Mal einen tropfenden Wasserhahn (einen in die Mauer eingelassenen) reparieren lassen wollten, hat es leider 6 Wochen gedauert, 10 Telefonanrufe, 3 vergebliche Tage im Haus auf die Handwerker Warten und dann schließlich einmal Ausflippen am Telefon. Das hat es dann gebracht. Der Wasserhahn wurde repariert. Dabei ist zwar versehentlich die Mauer ins Wohnzimmer durchbrochen worden. Die musste dann neu verputzt und neu gestrichen werden.

Vergrößerung: NotfallwasserDas Wasser war in den letzten 8 Tagen an ca. 5 Tagen abgestellt worden. Nur früh morgens zwischen 1 und ca. 6 Uhr war es an. Das Gluckern der Toilettenwasserbehälter und das Tropfen der Wasserhähne ließ uns dann jedes Mal aus dem Bett Springen um alle Eimer wieder aufzufüllen und unser Geschirr zu spülen.  

Unser Freunde, die in der benachbarten Wohngegend leben, haben einen zentralen Wassertank, der nachts dann wieder befüllt wird, so dass keiner was von Wasserausfall merkte. Manchmal habe ich mich schon gefragt, warum das Wasser nachts kurz angestellt wird, wenn man normalerweise nichts davon hat. Wirklich nutzen tut es ja nur denen, die ein teures Wasserspeichersystem haben, aber das haben hier nicht alle…

Besuch zweier Schulen

Aus Deutschland finanzierte SchuleHeute haben wir zwei christliche Schulen besucht, die eine deutsche Missionsorganisation gegründet hat und die von einem deutschen Ehepaar geleitet werden.  Insgesamt 700 Kinder besuchen die Schulen und da jedes Kind einen deutschen Sponsor hat, können sie überhaupt auf eine private Schule gehen. Es ist hier für ein Kind wirklich ein großes Glück auf eine gute private Schule gehen zu können.

Wir hatten Gelegenheit Mitarbeiter und die Direktorin der einen Schule auszufragen und wir haben so viel lernen können.

Christina und „Suzie“

Vor zwei Wochen kam Christina hier an. Sie ist eine amerikanische Missionarin, die viele Jahre in Mittelamerika gearbeitet hat und einige Zeit in den Philippinen. Sie ist Krankenschwester und möchte hier im Kinderheim aushelfen, aber im wesentlichen mit behinderten Kindern arbeiten. In Entwicklungsländern werden diese oft am meisten benachteiligt und am wenigsten gefördert, oft auch aus Scham ganz versteckt.  Da sie auch viel mit verbrannten Kindern zu tun hatte, haben wir ihr Pedro, den kleinen Jungen, den das Familienminsiterium zu uns brachte und der schwerste Verbrennungen amSusi mit Kindern ganzen Körper hat, vorgestellt. Sie hat sich schnell in ihn verliebt, was nicht schwer ist, da er sehr charmant sein kann. So wird sie sich jetzt auch regelmäßig um ihn kümmern, was uns alle sehr freut.

Christina kam nicht alleine nach Nicaragua. Sie brachte ihren Hund und ihre Katze mit. So haben wir nun unsere ersten echten Haustiere. Die meisten Kinder sind von „Suzie“ begeistert und sie erträgt die Begeisterung mit Sanfmut.  

Tue was du sagst!

Heute war wieder Zahltag, wie alle 2 Wochen. Die Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit notwendige Dinge anzusprechen und wir, um aus unserer Sicht Notwendiges anzusprechen. Wir haben den Zahltag in den letzten Wochen ein wenig optimiert. Die Gehaltzettel sind für die Mitarbeiter verständlicher, nur mit den Informationen, die sie auch wirklich interessieren (z.B. ob ihre Arbeit am Feiertag auch wirklich doppelt bezahlt wurde). Früher kam jeder Zweite zurück, weil er etwas nicht verstand (ist in Deutschland ja auch nicht anders). Die Auszahlungszeit haben wir gebündelt und Geschenke werden nur noch am Zahltag ausgegeben.

Davor war eine Besprechung der Missionare, danach eine Versammlung aller Angestellten. Ein voller Tag, aber auch schön wegen der vielen Interaktionen mit Menschen.

Das Thema über das Andreas und ich lehrten war Ehrlichkeit, wie Jesus sie gelehrt hat. Wir sollen unser „Ja“ ein „Ja“ und unser „Nein“ ein „Nein“ sein lassen. Auch in der Kindererziehung. „Tue was du sagst“ soll eines unserer Mottos sein. Die Kinder werden das erst einmal ziemlich doof finden, glaube ich, und es den Erzieherinnen nicht sehr leicht machen… „Wenn du das Obst noch einmal herumschmeißt, nehme ich es dir ab!“ Sie werden es nicht mögen, wenn die Erzieherinnen Vergrößerung: Riesenpfützedas jetzt nicht nur mehr sagen, sondern auch noch machen. Ich bin mal gespannt, es ist ja nicht das erste Mal, dass man mit den Mitarbeiterinnen darüber spricht. Die Erziehung ist hier anders…

Als wir mit der Versammlung Nachmittags fertig waren, fing es an in Strömen zu regnen. In nur wenigen Minuten war der Weg über die Wiese zu unserem Auto zu einem Fußbad geworden. Schade um die Lederschuhe. Ich habe mich früher immer gefragt, warum viele Leute hier bei Regenwetter immer nur Flip-Flops tragen. Jetzt weiß ich es. Oder Gummistiefel, die habe ich immer dabei, aber die waren leider im Auto.

Vergrößerung: Spaß im RegenEinige unserer Teenager nutzten die Gelegenheit zum „Bad in der Wiese“ (Filmclip hier). Warm genug ist es hier ja immer. Zumindest für die meisten Menschen. Heute Morgen hatte es sich draußen auf ca. 23 Grad Celcius abgekühlt, wie oft in der Regenzeit. Andreas machte Durchzug und ich habe völlig entsetzt einen Morgenmantel rausgekramt, den mir gerade jemand geschenkt hatte, da mir kalt wurde. 

Voller Sonntag

Heute früh war Andreas im amerikanischen Gottesdienst, dann waren wir zusammen in einem nicaraguanischen Gottesdienst in unsere Wohngegend, der uns sehr gefallen hat. Der Pastor ist sehr freundlich, hat Humor, predigt anschaulich und ansprechend, die Größe der Gemeinde war überschaulich und alle waren sehr nett zu uns und zueinander. Der Lobpreis wird mangels Musiker mit einer Musik CD gemacht und alle singen kräftig mit. So war die Qualität der Musik super und auch die Lautstärke war angenehm.

Dann sind wir zu einem Jazz-Brunch vom Deutschen Club gegangen und haben es richtig genossen Deutsche kennenzulernen.

Nachdem man uns in der Deutschen Boschaft gesagt hatte, dass in Nicaragua recht wenige Deutsche leben, haben wir gedacht, dass wir Deutsche nicht einfach so „zufällig“ kennenlernen werden und auch mal was unternehmen müssen, wenn uns das wichtig ist. Wichtig war es uns am Anfang hier nicht, aber so langsam wäre es ja ganz nett, denken wir.

Eine Chilenin, die wir dort getroffen haben, die mit einem Deutschen verheiratet ist, hat auch in Aachen studiert und hat in Eschweiler an der VHS Spanisch unterrichtet. Unglaublich, die Welt ist klein. 

Das deutsche Essen im Club haben wir ebenfalls sehr genossen. Wir wußten bis heute garnicht wie sehr wir es vermissten!

Und da der Tag noch ein paar Stunden hatte, sind wir mit Freunden in eine nicaraguanische Gemeinde in Los Cedros gegangen. Dort war die Musik so laut, dass ich befürchtete einen Hörschaden zu erleiden und mich in die letzte Reihe setzte. Hier liebt man Musik, je lauter desto besser. Die Obergrenze scheint mir manchmal nur die Kapazität der Musikanlage zu sein. Und die Boxen waren riesig!

Don Juan

Wir hatten einen Landwirt…… Don Juan (Name geändert) hatte angeblich viel Erfahrung in der Landwirtschaft auf der Finca seines Vaters gesammelt. Und so hatte man ihn vor einem Monat im Kinderheim angestellt um einige Felder auf dem Kinderheimgelände anzulegen und Gemüse und Obst für unseren täglichen Gebrauch anzupflanzen.

Seine Standardantwort auf alles war: Das ist kein Problem. Er meinte, Hühner könnten wir anschaffen, die könnten von den Küchenabfällen leben. Ob wir denn nicht zufüttern müssten? Nein, kein Problem. Die brauchen nichts weiter. Wir sollten 40 kaufen. Wir zogen es vor mit 10 zu beginnen.

Wir sprachen mit Don Juan ab, erst einmal ein einziges Feld anzulegen und diverse Gemüsearten anzubauen. Das wäre kein Problem. Wir wollten wissen, was das alles kosten würde? Das wäre auch kein Problem. Es würde fast nichts kosten. Ein paar Samen und der Treibstoff für den Traktor.

Wir gingen davon aus, dass wenn er Erfahrung in der Landwirtschaft hat, wir nicht mitdenken müssten.

Aber bevor wir das Feld umgraben konnten, musste der Traktor repariert werden. Dann kostete der Treibstoff für das Feld 100 Dollar. Und das Feld war nicht mit einem Zaun umgeben. So war es nur eine Frage von Tagen, wann unsere Pferde oder Nachbars Kühe alles verwüsteten.

Bevor wir mit ihm besprechen konnten was wir machen, legte er in unsere Abwesenheit ein neues Feld an, in einem Gelände das schon umzäunt war. Aber als wir wissen wollten, wie er das Feld nach der Regenzeit bewässern will, stellten wir fest, dass nirgendwo ein Wasseranschluss in der Nähe war. Er sollte nun erst einmal warten bis wir einen Plan erstellten.

Aber als wir am nächsten Vormittag kamen, hatte er das nächste Feld umgegraben. Dort gab es noch von seinem Vorgänger, Bob (ein Amerikaner) ein Bewässerungssystem. Das Feld lag aber am Weg und war auch nicht mit einem Zaun umgeben und letztes Jahr war uns dort so viel geklaut worden und fremde Pferde hatten die halbe Ernte zerstört.

Und der Traktor musste wieder repariert werden.

Jetzt begannen wir mitzudenken… Mais wollte er in dem nicht bewässerten Feld anbauen. Das müsste noch vor Ende der Regenzeit reifen. Weißer Mais. Ich machte eine Internetrecherche und kam zu dem Ergebnis, dass wir nur dann profitabel sind, wenn wir einen möglichst hohen Ertrag erzielen. Ja klar, sagte Don Juan, wir müssen Insektizide, Herbizide, Fungizide und Dünger kaufen. Aha, was für Kosten noch dazu kommen? Nichts weiter, kein Problem.

Und wie ernten wir den Mais?, wollte ich wissen. Ach ja, wir müssen eine Erntemaschine kommen lassen. Was die denn kostet? Ach, nur etwas 10% der Ernte. Aha… Und wie machen wir Mehl daraus? Eine Mühle. Die kostet.. usw….

Wir baten Bob, der letztes Jahr Testfelder angelegt hatte, zu kommen. Die Insekten hatte er mit Wolfsspinnen komplett in den Griff bekommen. Insektizide wären nicht nötig. Wenn man erst einmal mit Insektiziden anfinge, hätten wir auch keine Spinnen oder andere natürlichen Feinde mehr und dann erst recht ein Problem. Don Juan fand das lächerlich. Insektizide schaden doch keinem. Wir Europäer hätten keine Insekten in Europa, deshalb könnten wir nicht mitreden.

Und als wir ihm dann erklärten, er solle das Feld erst einmal so vorbereiten, dass das Unkraut nicht mehr so reichlich wächst, wir könnten nicht direkt morgen säen, war er richtig böse. Das würde man in Nicaragua nicht so machen. Man lässt das Unkraut mit dem Mais wachsen.

Gemüsefeld in Lava-AscheDas ist nicht wahr! Es mag sein, dass arme Bauern das so machen und immer arm blieben, weil es zu Ernteausfällen von bis zu 80% führt und außerdem viel mehr Wasser und Dünger erforderlich macht. Aber ich hatte auf einigen unserer Fahrten durch Nicaragua Bilder von schön gepflegten, unkrautfreien Feldern gemacht. Die wollte ich ihm zeigen.

Außerdem, erklärten wir ihm, wollten wir keinen Mais anbauen, wir wollten doch Gemüse anpflanzen. Doch, doch sagte Don Juan, für die Hühner müssten wir Mais anbauen, man muss zufüttern, sonst legen sie keine Eier…. AAHHH!

Wir mussten Don Juan entlassen. Wir erklärten ihm, die Traktorreparaturen haben einfach zuviel verschlungen. Wir sagten, es täte uns sehr leid, dass er diese Anstellung verlöre. Das wäre kein Problem, meinte er. 

Leider ist Don Juan nicht der Einzige mit dem wir das erlebt haben. Einige Geschichten könnte ich noch erzählen. Die richtigen Mitarbeiter zu finden ist hier schwierig.

Krisensitzung

Hausvater mit GitarreHeute haben wir uns mit allen Missionaren und dem Hausvater der Teenager, Adolfo, zusammengesetzt und Lösungen für die „Teenager-Krise“ gesucht und für die Situation gebetet.

Adolfo und seine Mutter, die mit den 9 Teenagern in einem kleinen Haus auf dem Kinderheimgelände wohnen, haben zweifelsfrei die größte Herausforderung von uns allen, denke ich. Immer fühlt sich einer der Jugendlichen benachteiligt, nicht geliebt, ungerecht behandelt, betrogen oder in seiner Freiheit eingeschränkt und beschnitten.

Wir fragen uns nun alle (wie so viele Eltern von Teenagern): Was haben wir nur falsch gemacht?