Schnitzeljagd in den Straßen von Managua

Unser neues AutoHeute haben wir begonnen unser neues Auto umzumelden. Man hatte uns gesagt, dass es 3 Tage Arbeitseinsatz erfordert und man könnte einen Rechtsanwalt beauftragen es für US$ 150 zu erledigen. Wir beschlossen das Geld zu sparen und es selber mit einem Einheimischen (Joel) zu machen, der Bescheid weiß und diesem dann US$ 25 zu zahlen. Wir machten uns mit Joel um 7:30 auf den Weg. Zuerst zum Straßenverkehrsamt den Laufzettel holen auf dem alles draufstand was wir machen mussten, zumindestens so mehr oder weniger. Und dann begann die „Managua-Schnitzeljagd“. Wir fuhren von einem Amt zum nächsten in Managua, insgesamt mussten wir 4 Mal eine Stellte zum Fotokopieren aufsuchen und an ca. 7 verschiedenen Stellen ca. 10 Zahlungen vornehmen. Die letzte Stelle an der wir Fotokopien machten, mussten war auf der vom Amt gegenüberliegenden Straßenseite fotokopieren gehen. Dort warteten 5 verschiedene Leute mit Fotokopierern auf dem Bürgersteig auf Kundschaft und die Vermittler zerrten an uns doch an ihrem Stand zu kommen. 

Die letzte Stelle, die wir für heute anfuhren, wird dann bis Morgen die Steuer ausrechnen, die wir für die Ummeldung bezahlen müssen (1% des Kaufpreises) und die Unterlagen können wir uns dann Morgen abholen. Dann geht es weiter durch die Stadt. Joel hat uns jetzt glaubhaft gemacht, dass er keinen Witz gemacht hatte, als er sagte, dass wir 2-3 volle Tage Arbeit haben werden, wenn wir das Auto ummelden. Deshalb verzichten viele Nicaraguaner darauf. Aber als Ausländer ist es zu riskant irgendwelche notwendgen Papiere nicht bei sich zu haben.

Morgen wollen wir uns eigentlich um das Haus kümmern. Mal sehen was wir machen.

Beim Straßenverkehrsamt haben wir noch nachgefragt, was wir machen müssen um an einen Nicaraguanischen Führerschein zu kommen. Die Liste der einzubringenden Dokumente und Untersuchungen war so lang mit jährlich anfallenden Kosten, dass wir beschlossen erst einmal nur mit unserem Internationalen Führerschein zu fahren.

Zur Entspannung gehe ich nach einem solchen Tag ins Babyhaus und spiele mit den 1-jährigen. Alle fünf lernen gerade Laufen und so sind alle helfenden Hände willkommen.

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